Mit meinem Unternehmen zähle ich mich zur Gruppe der Bauträger. Bei uns kann es sehr schnell passieren, dass man einmal einen größeren Kredit für Handwerker braucht. Deshalb habe ich mir für die Finanzdinge einen festen Ansprechpartner gesucht. Er hat für mich noch immer eine gute Lösung gefunden, wenn ich irgendwelche Projekte vorfinanzieren musste.
Ein Beispiel gibt es aus dem vergangenen Jahr. Da habe ich eine interessante Anlage mit Denkmalschutz angeboten bekommen. Den Kaufpreis finanzierte mir meine Bank, aber den Kredit für Handwerker für die geplante Sanierung wollte man mir nicht geben. Ich war damals richtig wütend auf die Bank, weil die Lage und das Objekt selbst eine gute Basis für Eigentumswohnungen für Senioren waren.
Doch mein Finanzberater wusste auch hier Rat. „Kredit – für Handwerker schwierig.“- Das war seine Einschätzung und er schlug mir vor, einmal über eine Kapitalmarktemission als Alternative nachzudenken. Dafür gäbe es nicht nur Aktien, sondern man könne auch Genussrechte verkaufen. Er erklärte mir ganz genau, wie das ablaufen würde und welche Vorteile und Risiken für mich und die Käufer damit verbunden wären. Genau so haben wir das dann auch durchgezogen.
Als ich die Abrechnung für die verkauften Anteile sah, musste ich dann doch lachen. Meine Bank, die mir den Kredit für Handwerker so nicht hatte geben wollen, war quasi durchs Hintertürchen zum Geldgeber geworden, denn sie hatte etwa ein Drittel der von uns ausgegebenen Genussrechte für einen ihrer Fonds aufgekauft. Der Rest war ziemlich gut verteilt an private Investoren gegangen, die bereits auch ihr Interesse am späteren Kauf einer fertigen Wohnung signalisiert hatten.
Donnerstag, 5. Mai 2011
Der etwas ungewöhnliche Kredit für Handwerker
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