Manchmal hilft einem der Zufall. Ich suche schon seit einigen Jahren ein ganz bestimmtes Reisemotorrad. Sorry, aber ich bin nun mal Freak und habe meine besonderen Vorlieben. Durch eine Anzeige – man sollte es kaum glauben – in einer Tageszeitung bin ich auf eine gute Offerte gestoßen. Und ausgerechnet da hatte ich gerade keine Kohle, weil ich mir kurz zuvor eine Garage hatte bauen lassen. Deshalb schaute ich mich im Internet um, wo ich auf die Schnelle eine vernünftige Motorrad Finanzierung bekommen könnte.
Klar hätte ich zu meiner Hausbank gehen und einen Motorradkredit beantragen können. Aber das hätte viel zu lange gedauert. Der Anbieter hatte nämlich signalisiert, dass er viele Interessenten hätte und mir das Krad für eine Woche sichern würde. Von meinem Einkommen her bin ich gut kreditwürdig und meine Schufa ist jungfräulich. Für meine Garage hatte ich nämlich meinen komplett besparten Bausparvertrag verwendet und keinen Kredit gebraucht. Außer zwei Handyverträgen und einem Girokonto dürfte in meiner Schufa also nichts drin stehen.
Bei meiner Suche nach einer Motorradfinanzierung stieß ich sehr schnell auf die Sofortkredite, die ich gleich online beantragen konnte. Die Zinsen waren gar nicht mal so schlecht und besonders gefiel mir die Tatsache, dass ich die Motorrad Finanzierung jederzeit nach meinem Willen zurück zahlen konnte. Das wäre bei einem klassischen Motorradkredit von der Bank nicht möglich. Deshalb habe ich schnell alle Unterlagen gescannt und sie zum Anbieter geschickt. Das Geld hatte ich schon nach fünf Tagen auf meinem Girokonto und habe nun seit reichlich drei Wochen meine Traummaschine in der neuen Garage stehen.
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Meine schnelle Motorradfinanzierung
Montag, 14. Februar 2011
Mein Onkel ist Apotheker
Mein Onkel hat eine eigene Apotheke, mit der er sich vor weit über zehn Jahren selbstständig gemacht hatte. Als ich letztens mit meinen Eltern bei meinem Onkel und meiner Tante zur Silberhochzeit eingeladen waren, ergab sich für mich die Gelegenheit, meinen Onkel mal zu fragen, wieso er eigentlich eine eigene Apotheke hat. Mein Onkel sagte, dass er bevor er seine eigene Apotheke hatte, auch nur ein Angestellter eines Apothekers war. Mit diesem verstand er sich damals glücklicherweise so gut, so dass dieser ihm anbot, später einmal seine Apotheke übernehmen zu können. Da mein Onkel einst sein Abitur gemacht hatte, absolvierte er später ein Pharmaziestudium. Er hatte damit die besten Voraussetzungen, die Apotheke von seinem Chef zu übernehmen. Alles was ihm fehlte, waren jedoch finanzielle Mittel. So kam er nicht darum herum, bei den Banken Termine zu vereinbaren, um einen erforderlichen Kredit für Freiberufler auszuhandeln. Das Problem war, dass er nicht von jeder Bank eine Kreditzusage erhielt und außerdem, dass ihm die meisten Kredite für Freiberufler nur mit hohen Zinsaufschlägen angeboten wurden. Dazu musste er sogar Kreditsicherheiten auf den Tisch der Kreditsachbearbeiter legen, um tatsächlich einen Kredit für Freiberufler bekommen zu können. Er ist heute noch fassungslos, wenn er daran denkt, wie sehr er die Kreditsachbearbeiter davon überzeugen musste, dass diese ihr Geld auch tatsächlich wiedersehen. Als Sicherheit konnte er damals lediglich seine Lebensversicherung und sein Aktiendepot anbieten. Mehr Reichtümer besaß er nämlich nicht. Um die hohen Zinsaufschläge, welche für die Kredite für Freiberufler im allgemeinen immer anfallen, kam er nicht drum herum. Da seine Apothekergeschäfte jedoch von Anfang an sehr gut liefen, hatte er nie Probleme die Raten für den Kredit zurückzuzahlen. Heute lacht er darüber, wenn er darüber nachdenkt, wie alles einmal begann.
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