Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als Sperrmüll ein Stadtereignis war? Alle wussten, wann sie ihren "Plünnen" vor die Haustür zu stellen hatten. Trotz beengter Parkplatzsituation versuchten alle, ihre Autos so zu parken, dass das, was die Nachbarn so entbehren konnten, zwischen, vor und hinter die Autoschlangen passte. Am Abend vor dem Abholtermin war es dann so weit. Vor dem Hintergrund einer Verkehrsberuhigung, die niemand verordnet hatte, schlängelten sich Familien, Kindergruppen, Pärchen und Einzelpersonen durch die Hügel von Tischen, Schränken, Fernsehern, Bildern und allerlei Kleinkram. Hin und wieder sah man, wie sich jemand mit einem sperrigen Wohnzimmertisch aus Omas Zeiten abmühte. Andere erklommen mutig hohe Berge aus Blech, Holz und Glas. Weniger mutige trugen Stück für Stück einen Hügel aus Teppichen und Schlafzimmermöbeln ab, unter denen sie offensichtlich etwas ganz Besonderes vermuteten. Grüße und "Lange nicht gesehen"-Rufe flogen hin und her. Neue Nachbarn wurden vorgestellt. Mancher erschien gar gerüstet mit Flasche und Gläsern, um dem basarartigen Treiben bei einem guten Schluck zuzusehen, vielleicht ein Gläschen mit Bekannten zu teilen. Eine urbane Schatzsuche, zu der Geschichten über gefundene Antiquitäten und perfekt funktionierende Fernseher gehörten wie das Seemannsgarn zum Matrosen.
Längst ist das improvisierte Stadtfest um Sperrmüll Berlin von Stadtvätern zu einer kommunalen Sauerei erklärt und einer gnadenlos effizienten Beseitigungsmaschinerie gewichen. Wer heute Möbel und ähnliches loswerden möchte, bringt diesen selbst zur Entsorgungsstation oder ruft eine Firma. Kostenfrei ist das oft nicht, auch nicht gesellig oder spannend. Sperrmüll-Nostalgikern bleiben da nur noch Hökermärkte und Scheunenverkäufe. In einem solchen kaufte ich unlängst für ganze 20 Euro unter anderem zwei uralte Schreibmaschinen und ein voll funktionsfähiges Telefon mit der Aufschrift "Volkspolizei". Der Klingelton ist einmalig.
Artikel mit Tag umzug
Dienstag, 20. September 2011
Sperrmüll Berlin - ein nostalgischer Rückblick
Montag, 13. Dezember 2010
Mein Sohn wird flügge
Sie werden vielleicht lachen, aber meine Mutter ist einfach meine beste Freundin, und so bin ich auch nach dem Studium noch bei ihr wohnen geblieben. Die Scherze um "Hotel Mama" habe ich lange Zeit ignoriert, denn sie war ja auch einsam, nachdem sich meine Eltern haben scheiden lassen, und so hatten wir beide etwas von dem Arrangement.
Dennoch kam der Tag, wo ich mich mit dem Gedanken, auch einmal das Nest zu verlassen (so habe ich es heimlich doch gesehen), und dem Thema Umzug beschäftigen musste. Ich bin Informatiker, recht spezialisiert, und so musste ich lange Zeit, auch überregional, suchen, bis ich einen geeigneten Job fand. Dies aber bedeutet, dass ich Hannover doch verlassen muss, nach Hamburg ziehen werde. Fand ich nicht so schön, aber da ich eigentlich viel Zeit am Computer verbringe, wird mein Leben wohl so anders als hier auch nicht aussehen. Und die Wochenenden verbringe ich zuhause bei meiner Mutter!
Nun beginnt gerade die Recherchephase, nachdem ich relativ schnell eine Wohnung gefunden habe. Ich bin gerade dabei, mir passende Umzugsangebote aus dem Internet heraus zu suchen und sie anhand einer Tabelle minutiös zu vergleichen. Ich schenke doch niemandem Geld. Das ist auch schon fast eine Wissenschaft, Umzugsunternehmen im Tarifvergleich zu betrachten, aber interessant, weil es ja um real gespartes Geld geht, das am Ende winkt. So bin ich momentan gut beschäftigt, so dass mich die Tatsache, dass ich bald alles ganz anders vorfinden werde, mich auch an Kollegen gewöhnen muss, noch nicht so erreicht. Ich bin gespannt, wie alles wird.
Dennoch kam der Tag, wo ich mich mit dem Gedanken, auch einmal das Nest zu verlassen (so habe ich es heimlich doch gesehen), und dem Thema Umzug beschäftigen musste. Ich bin Informatiker, recht spezialisiert, und so musste ich lange Zeit, auch überregional, suchen, bis ich einen geeigneten Job fand. Dies aber bedeutet, dass ich Hannover doch verlassen muss, nach Hamburg ziehen werde. Fand ich nicht so schön, aber da ich eigentlich viel Zeit am Computer verbringe, wird mein Leben wohl so anders als hier auch nicht aussehen. Und die Wochenenden verbringe ich zuhause bei meiner Mutter!
Nun beginnt gerade die Recherchephase, nachdem ich relativ schnell eine Wohnung gefunden habe. Ich bin gerade dabei, mir passende Umzugsangebote aus dem Internet heraus zu suchen und sie anhand einer Tabelle minutiös zu vergleichen. Ich schenke doch niemandem Geld. Das ist auch schon fast eine Wissenschaft, Umzugsunternehmen im Tarifvergleich zu betrachten, aber interessant, weil es ja um real gespartes Geld geht, das am Ende winkt. So bin ich momentan gut beschäftigt, so dass mich die Tatsache, dass ich bald alles ganz anders vorfinden werde, mich auch an Kollegen gewöhnen muss, noch nicht so erreicht. Ich bin gespannt, wie alles wird.
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